Problematische Haut?  Untersuchen Sie bewährte Methoden zur Pflege von fettiger Haut.

Problematische Haut? Untersuchen Sie bewährte Methoden zur Pflege von fettiger Haut.

14 Februar 2019 Aus Von Lena Kalb

Das Gute vorweg: Fettige Haut ist mit dem Alter letztendlich ein Segen. Natürlich werden die Betroffenen darin zunächst nicht zustimmen. Denn sie tun alles, um ihren Hautzustand zu verbessern und verwenden enorm viel Zeit und Geld, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Dennoch: Ölige Haut zeigt, wenn man älter wird, definitiv weniger Falten auf! Zudem muss bei fettiger Haut nicht auf die Versiegelung der Hautschutzbarriere durch eine Creme geachtet werden – im Klartext: Fettige Haut benötigt keine Creme, denn diese verstopft zusätzlich die Poren! Setzen Sie stattdessen eher auf gründliche Reinigung, Peelings und ein wirkstoffreiches, fettfreies Serum!

Woran erkennt man fettige haut?

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie eine fettige Haut haben oder nicht, können Sie dies mithilfe dieser Punkte bestimmen:

  • Ein oder zwei Stunden nach der Gesichtsreinigung glänzt Ihre Haut bereits und sieht am Nachmittag meist fettig aus.
  • Es fühlt sich beinahe so an, als würde Ihr Make-up über oder von Ihrem Gesicht “gleiten”.
  • Auf fettigeren Hautpartien können Sie Mitesser und/oder Pickel sehen.
  • Ihre Poren sind sichtbar erweitert, besonders im Bereich der Nase, des Kinns und der Stirn (T-Zone).

Das Fett allein wäre noch nicht so schlimm. Es ist quasi eine ‘Strukturschwäche’, die dafür sorgt, dass aus fettiger Haut häufig ein echter Problemfall wird. Die oberste Hautschicht ist nicht nur verdickt und schlecht durchblutet (was erklärt, warum fettige Haut oft fahl wirkt).

Sie ist auch noch so beschaffen, dass die einzelnen Hautzellen an der Oberfläche für zusätzlichen Ärger sorgen. Wie die Schuppen eines Tannenzapfens ragen sie in die Öffnung des Talgdrüsenkanals hinein und verhindern so, dass das Sebum abfließen kann. Es staut sich im Talgdrüsenausgang und bewirkt so, dass er sich weitet. ‘Ausgeleierte’, sichtbare Poren sind in der Folge eine unschöne Begleiterscheinung fettiger Haut.

Welche Ursachen hat fettige Haut?

Fettige Haut kann unterschiedliche Ursachen haben. Wie viel Talg die Talgdrüsen der Haut produzieren, ist individuell sehr verschieden und kann sich im Laufe des Lebens und durch den Einfluss diverser Faktoren verändern.

So haben Männer etwa bedingt durch einen höheren Testosteronspiegel im Allgemeinen eine fettigere Haut als Frauen. Bei Frauen wiederum kann es durch hormonelle Einflüsse in verschiedenen Lebensphasen zu fettiger Haut kommen, zum Beispiel

  • jeden Monat vor dem Einsetzen der Menstruation,
  • nach Absetzen von hormonellen Verhütungsmitteln (z.B. Antibabypille),
  • in der Schwangerschaft oder
  • nach der Entbindung.

Daneben gibt es mehrere Faktoren, die eine fettige Haut fördern können. So verstärkt sich bei vielen Menschen die Talgproduktion abhängig von den Jahreszeiten – meist im Frühjahr oder Sommer. Auch ein feuchtwarmes Klima kann zu fettiger Haut beitragen. Bei Stress steigt der Spiegel an verschiedenen Stresshormonen, welche ebenfalls Einfluss auf die Talgproduktion nehmen und dadurch fettige Haut fördern können. Ob eine einseitige oder ungesunde Ernährung hingegen zu fettiger Haut und Pickeln führen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Überschüssige Talgproduktion

Manchmal stellen die Taldrüsen allerdings zu viel Talg her, die Folge davon ist fettige Haut mit großen Poren. Die fettige Haut wirkt fahl, ist dicker als normale Haut und neigt zu Verhornungen sowie Unreinheiten wie Mitessern und Pickeln.

Diese lästigen Begleiterscheinungen fettiger Haut entstehen, wenn einzelne Talgdrüsen aufgrund der Überproduktion verstopfen. Dann kann der Talg nicht mehr abfließen, was zu einer vermehrten Ansiedlung hauteigener Bakterien führt. Die Mikroorganismen zersetzen den Talg, wobei freie Fettsäuren entstehen. Diese lösen wiederum Entzündungen aus, die sich in Form von Mitessern und Pickeln manifestieren. Im schlimmsten Fall bildet sich eine Akne, die neben dem Gesicht auch Rücken und Schultern befallen kann.

Die richtige Pflege bei fettiger Haut & Pickeln

  • Reinigung
    Da fettige Haut das Herausbilden von Pickeln begünstigt, sollten Sie Ihre Haut täglich reinigen. Am besten Sie reinigen Ihre fettige, unreine Haut morgens und abends mit einer anti-bakteriellen Pflege, wie etwa einem Reinigungsgel. Zusätzlich eignen sich Waschpeelings besonders gut für die wöchentliche Pflege-Anwendung. Sie entfernen abgestorbene Hautschüppchen und tragen den Schmutz ab, der sich auf der Haut angesammelt hat. Zusätzlich öffnen sie die verstopften Poren.
  • Pflege
    Nach der Reinigung sollten nur Cremes mit viel Feuchtigkeit eingesetzt werden, die auf Fette verzichten. Idealerweise sind die Inhaltsstoffe hautberuhigend und antibakteriell. Für diesen Hauttyp ist es besonders wichtig, eine speziell abgestimmte Pflege zu verwenden, da seine Bedürfnisse so schwierig sind. Generell gilt: Keine fetthaltigen Salben oder zu reichhaltige Kosmetik zur Pflege für fettige Haut verwenden. Feuchtigkeit kann fettige Haut hingegen besonders im Winter gebrauchen. In vielen Feuchtigkeitscremes, die als Pflege für fettige Haut deklariert sind, stecken mattierende Pigmente, die den Glanz hinauszögern.

Wie pflegt man fettige Haut?

Fettige Haut benötigt keine zusätzliche Lipidversorgung (Fettversorgung). Sie kann darauf sogar mit Reizreaktionen und Pickelbildung reagieren. Die Haut sollte bei der Reinigung deshalb nur bei Bedarf rückgefettet werden. Für die fettige Haut gibt es spezielle fettarme Feuchtigkeitscremes oder Lotionen.

Tagsüber empfiehlt sich eine Feuchtigkeitspflege mit einem Pflegeprodukt vom Typ Öl-in-Wasser (Typ Milch). Dieses Pflegeprodukt wirkt durch Wasserabgabe kühlend. Nach der Wasserverdunstung verbleibt ein schützender Lipidmantel auf der Hautoberfläche. Auch fettfreie Gele eignen sich gut für die fettige Haut als Tagespflege.

Abends, zur Nachtruhe, kann nach der Reinigung eine leichte Feuchtigkeitscreme oder -lotion zur Regeneration der Haut verwendet werden. Bei besonders fettiger Haut können Sie darauf verzichten.

Natürliche Hausmittel gegen fettige Haut

  • Gurken
    Gurken enthalten verschiedene Nährstoffe, die besonders gut gegen fettige Haut helfen. Sie sind reich an den antioxidativen Vitaminen A und E und liefern Kalium und Magnesium. Gurken wirken außerdem beruhigend, kühlen die Haut und verkleinern dank der adstringierenden Eigenschaften die Hautporen.
    Einfach eine frische Bio-Gurke in dicke Scheiben schneiden und damit das Gesicht gründlich einreiben. Über Nacht einwirken lassen und am nächsten Morgen mit warmem Wasser abspülen. Die Anwendung täglich vor dem Schlafengehen wiederholen.
  • Joghurt
    Joghurt dient als natürliches Peeling für die Haut. Die enthaltende Milchsäure hilft überschüssiges Öl aus dem Gesicht zu absorbieren und reduziert den Glanz der Haut.
    Für die Anwendung vom Joghurt: 1 Esslöffel Naturjoghurt im gesamten Gesicht verteilen und 15 Minuten einwirken lassen. Anschließend das Gesicht mit kaltem Wasser abwaschen. Die Anwendung 1 Mal täglich wiederholen.
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Kosmetologin, Fitness-Trainerin, Expertin für gesunde Ernährung. Abgeschlossenes Studium im Bereich der Diätetik im Sport an der Universität München. Für mich ist das Wichtigste in der Arbeit mit einem Patient eine gesunde Einstellung sowohl zur Ernährung, als auch zum Sport. Ich interessiere mich für Neuheiten aus der Welt der Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel, die eine Schaffung der perfekten Figur unterstützen.